Rathaussturm in Hassel – Männer auf verlorenem Posten

Um 10:11 war es so weit. In Hassel begann die Vorgeschichte zur Rathauserstürmung. Die Kita Sonnenblume, die Hasseler Frauen, die gerne miterleben wollen, wie der Ortsvorsteher entmachtet wird, und die Kinder- und Jugend-Garde des KCH (es waren ja dieses Jahr Ferien) konnte erstmals dabei sein. Natürlich fehlten die Ata-Girls nicht, mit ihren Staubwedeln und Klo-Bürsten, die Susi Vicentini vom KCH, die jedes Jahr die Rede hält, unterstützten. Zunächst musste der „Ortsforts“ die Männer ans Rathaustor rufen. Hatten sie etwa Angst?

Das Theater begann, als der Ortsvorsteher großspurig verkündete, dass die Männer im Rathaus nicht zu überwinden seien, geschweige denn, dass ihnen der Rathausschlüssel entrissen werden könnte. Susi Vicentini als Krankenschwester, mit großer Spritze bewaffnet, um der Männer-Seuche Herr zu werden, die unter den Männern ausgebrochen sei. Am „Ortsforts“ sehe man schon, dass er vom Rinderwahn befallen sei, er laufe schon Zickzack und sei unsicher auf den Beinen. Auch Thomas Fries vom KCH und dem früheren Ortsvorsteher Markus Derschang, sei das schon anzusehen. Erst recht bei Bert Zitt, der endlich die Klapp halten solle. Es gab stets einen Refrain, den die Ata-Girls skandierten.

Überhaupt seien die Frauen besser, weil sie auch mehr Geld in ihr Aussehen investierten, in Kleider, Schuhe, Nagellack und Schminke. Schon der erste Mensch „Adam“ sei mit Fehlern behaftet gewesen. Die Männer hätten eine Allergie gegen Hausarbeit und Co, deshalb müssten sie jetzt den Schlüssel herausrücken. Mit „auf die Plätze fertig los“ stürmten die Ata-Girls auf die Männerhorde los, lange dauerte das Gerangel, die Kinder der Kita Sonnenblume unterstützten die Frauen lauthals, kannten sie das Gerangel doch aus eigener Erfahrung. Trotz sehr harter Gegenwehr siegten die Frauen. Als Belohnung gab es Sekt und stimmungsvolle Musik, die der Musikverleih Mungai präsentierte.