Gemeinschaftsübung der St. Ingberter Löschbezirke

Die Löschbezirke der Feuerwehr St. Ingbert führten am 29. April eine löschbezirksübergreifende Gemeinschaftsübung im Stadtgebiet St. Ingbert durch.

Das erste Übungsszenario sah einen Brandeinsatz in der KRS-Seniorenresidenz in der St. Ingberter Klaus-Tussing-Straße vor.

Eintreffen der Einsatzkräfte in der Klaus-Tussing-Straße.

Der angenommenen Lage zufolge kam es zu einem Brand mit sehr starker Rauchentwicklung im ersten Obergeschoss des rechten Gebäudetraktes. Mehrere Bewohner und Besucher befänden sich im unmittelbaren Gefahrenbereich, somit galt es zeitnah, zahlreiche gehfähige wie beeinträchtigte oder auch bewusstlose Personen zu retten. Da bei Einsätzen in derartigen Objekten mit einer erheblichen Anzahl zu rettender Personen gerechnet werden muss und entsprechende Manpower erforderlich ist, werden schon frühzeitig mehrere Löschbezirke alarmiert.

Ein Angriffstrupp des LB Rentrisch hält Rücksprache mit dem zuständigen Gruppenführer.

Ein weiteres Übungsziel stellte die Überprüfung der vorhandenen Löschwasserversorgung dar. Aufgrund der topografischen Lage auf einem der höchstgelegenen bebauten Bereiche in St. Ingbert galt es auch die Leistungsfähigkeit des Hydrantennetzes zu testen.

Der Löschangriff im Außenbereich wird vorbereitet.

Daher wurde die Einsatzstelle durch den Wehrführer als Einsatzleiter in zwei Abschnitte unterteilt. Im Einsatzabschnitt 1 „Innenangriff/Personenrettung“ unter der Abschnittsleitung des Rohrbacher Löschbezirksführers wurde die personalintensive Menschenrettung sowie die Brandbekämpfung im Obergeschoss durchgeführt. Im Einsatzabschnitt 2 „Außenangriff/Wasserversorgung“ wurde unter Abschnittsleitung des stv. Löschbezirksführers aus Hassel der Außenangriff auf den rechten Gebäudetrakt geführt sowie eine ausreichende Löschwasserversorgung gewährleistet.

Durch die starke Rauchentwicklung musste die Personenrettung unter Nullsicht erfolgen.

Während der Erstphase des Einsatzes wurde ein weiteres Szenario eingespielt, nach welchem es auf dem Sehn-Gelände in der Oststraße zu einem Bauunfall gekommen sei. Hierdurch wurden aus dem Einsatz in der Klaus-Tussing-Straße Kräfte herausgelöst, welche mit Unterstützung des THW des OV St. Ingbert die Einsatzstelle anfuhren. Hier wurden Bauarbeiter bei Abbrucharbeiten verschüttet und mussten mit schwerem technischem Gerät gerettet werden. Hervorzuheben ist die gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und THW.

Einsatzkräfte auf dem Sehn-Gelände in der Oststraße
Feuerwehr und THW arbeiteten Hand in Hand um mehrere verschüttete Arbeiter nach einem Bauunfall zu befreien.

Währenddessen konnten an der ursprünglichen Einsatzstelle „KRS-Seniorenresidenz“ – unter interessierter Beobachtung durch Geschäftsführung und Pflegepersonal sowie der eigentlichen Besucher und Bewohner – alle betroffenen Personen durch Einsatzkräfte unter Atemschutz gerettet werden. Eine Person musste mittels Leiterhebel aus dem ersten Geschoss gerettet und das stark verqualmte Gebäude mittels Lüftereinsatz entraucht werden.

Rettung einer leblosen Person durch einen Angriffstrupp.

Durch eine massive Löschwasserangabe im Außenbereich, zeitweise mit B-Strahlrohren und Dachmonitor, wurden die Grenzen des Hydrantennetzes ausgetestet und somit konnte auch eine ausreichende Löschwasserversorgung bestätigt werden.

Einleitung der Menschenrettung mittels Leiterhebel aus dem ersten Obergeschoss.

Nach dem erfolgten Rückbau an den Einsatzstellen wurde nach dem Tausch des gebrauchten Schlauchmaterials und der Atemschutzgeräte die Einsatzbereitschaft aller eingesetzten Fahrzeuge wieder hergestellt und im Anschluss auf dem Gelände des THW Ortsverbandes St. Ingbert die Nachbesprechung der Übungen des heutigen Tages durchgeführt.

Herzlichen Dank an alle eingesetzten Kräfte der Feuerwehr sowie des THW St. Ingbert für die gewohnt gute Zusammenarbeit und einen besonderen Dank an die Geschäftsführung der KRS Seniorenresidenz GmbH für die Bereitstellung der Übungsmöglichkeit und Unterstützung!

Interesse? Mach mit!

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind übrigens herzlich eingeladen, sich die Arbeit Ihrer Feuerwehr auch mal näher zu betrachten: Ausbildungsabende finden jeden Montag ab 19 Uhr statt.
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