Einsatzübung – Person in Notlage

Am 12. September führte der Löschbezirk Hassel im Waldgebiet Eschert eine Einsatzübung durch. Ein LKW, mit Langholz beladen, befuhr einen Feldwirtschaftsweg waldauswärts, als plötzlich ein Kind vor den LKW rannte. Trotz eingeleiteter Gefahrenbremsung erfasste dieser das Kind, welches im Frontbereich des LKW eingeklemmt wurde. Durch mangelnde Ladungssicherung verrutschte die Ladung während der Gefahrenbremsung und mehrere Stämme fielen von der Ladefläche. Hierbei erfassten diese einen am LKW vorbeilaufenden Passanten, so die angenommene Lage.

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Lage bei Eintreffen des ersten Fahrzeuges

Der unter Schock stehende Fahrer setzte einen Notruf ab, war allerdings ortsunkundig. Er konnte jedoch aufgrund des ausgeschilderten Anfahrpunktes für Rettungsfahrzeuge diesen Standort durchgeben, wo er auch die Einsatzkräfte erwartete.

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der Rettungspunkt zur Lokalisierung im Waldbereich, dazu unten mehr…

Nach Eintreffen des HLF 20/20 erkundete der Gruppenführer die Einsatzstelle, und mit Ankunft des kurz darauf nachfolgenden LF 8 übernahmen die Kräfte des HLF den Einsatzabschnitt „Kind/LKW“, die Kräfte des LF 8 den Abschnitt „Person/Baumstämme“.

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Vorbereitung der technischen Rettung

Nach erfolgter Sicherung des LKW durch den Wassertrupp ging der Angriffstrupp mit pneumatischen Hebekissen und Unterbaumaterial zur Personenrettung am LKW vor, die Kräfte des LF 8 gingen mit hydraulischem Rettungsgerät zur Rettung des eingeklemmten Passanten vor.

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es werden zwei Einsatzabschnitte gebildet, um eine effektive und schnelle Personenrettung zu gewährleisten
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ein Einsatzabschnitt: Rettung des eingeklemmten Kindes

Nachdem der Lastwagen angehoben und mit Rüstholz unterbaut war konnte das Kind zügig und schonend gerettet werden, kurz darauf konnte auch der zweite Patient befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden.

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zweiter Einsatzabschnitt: Rettung des unter Baumstämmen eingeklemmten Passanten

Die anschließende Nachbesprechung der Übung wurde gegen 21 Uhr noch durch die Alarmierung aufgrund einer Brandmeldung unterbrochen, welche sich glücklicherweise als Fehlalarm herausstellte.
Die Feuerwehr Hassel bedankt sich an dieser Stelle für die Bereitstellung des LKW beim Ortsbeauftragten des THW St. Ingbert, Norbert Bentz.

Stichwort Anfahrpunkte für Rettungsfahrzeuge, „Rettungspunkt“

dsc_1655rawresizeBei Unfällen im Wald und in der freien Landschaft kommt dem Herbeiführen von Rettungskräften eine besondere Bedeutung zu. Die sonst üblichen Bezeichnungen von Straßen und Hausnummern sind hier nicht zu finden..

Aus dieser Situation heraus wurde länderübergreifend ein System geschaffen, bei dem Rettungskräfte zu einem eindeutig bezeichneten Rendezvous-Punkt bestellt werden können. Diese Punkte liegen so in der Landschaft, dass sie eindeutig beschreibbar sind.

Bei einem Notfall soll der Anrufende der Rettungsleitstelle die Nummer des Rettungspunktes nennen. Damit bleibt eine wortreiche Ortsbeschreibung erspart und es wird sichergestellt, dass die Rettungskräfte genau wissen, wo sie gebraucht werden.

Die Rettungskräfte werden an den Anfahrpunkten in Empfang genommen und zum eigentlichen Unfallort geführt, sofern dieser nicht in unmittelbarer Nähe liegt.

Interesse? Mach mit!

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind übrigens herzlich eingeladen, sich die Arbeit Ihrer Feuerwehr auch mal näher zu betrachten: Ausbildungsabende finden jeden Montag ab 19 Uhr statt.
Weitere Infos, Bilder, Termine und Ansprechpartner finden Sie auch unter www.feuerwehr-hassel.de.