Ex-Ortsvorsteher und Ur-Hasseler Jakob Schwarz verstorben

Nach langer Krankheit ist am 15. Dezember 2014 Jakob Schwarz verstorben. Mit ihm verliert nicht nur seine Familie sondern auch seine Heimatgemeinde Hassel, in der er seit 1959 wohnte, einen Mann der Tat. Seit über 50 Jahren war er in der Kommunalpolitik, Vereinen, Feuerwehr und auch als Künstler tätig. Wohl kaum einer kann in Hassel auf ein so breites Wirken für die Allgemeinheit, aber auch auf ein künstlerisches Schaffen verweisen. Jakob Schwarz hat viele Jahrzehnte seiner Freizeit für das Allgemeinwohl geopfert. Erstmals zog er im November 1964 für die SPD in den Gemeinderat der damals noch selbstständigen Gemeinde Hassel ein.

Nach der Gebiets- und Verwaltungsreform 1974 zog er von 1974 bis 1989 in den Stadtrat und von 1974 bis 1984 auch in den Ortsrat Hassel ein. Von 1982 bis 1984 war er ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt St. Ingbert. In seinem Wohnort Hassel wurde Schwarz für 10 Jahre lang zum Ortsvorsteher von 1984 bis 1994 gewählt. 1989 stimmten 62,5% der Hasseler für seine Wiederwahl. In seiner Zeit als Ortsvorsteher wurden zahlreiche Projekte verwirklicht, die noch heute im Ortsbild unübersehbar sind. Hierzu zählen die Errichtung des Linden- (1986) und des Kuckucksbrunnens (1989), das große Wegekreuz am Parkplatz zum Frö- schenpfuhl (1993), Aufstellung der Seilscheibe an der alten Volksschule am Eisenberg (1987), die Chroniktafeln am Marktplatz (1988) und die Ortseingangsschilder (1993).

Sein letztes großes Projekt war die Initiierung und Umsetzung des Kuckuck-Denkmals im Auftrag des Heimat- und Verkehrsvereins Hassel im September 2013. 1985 hat Schwarz erstmals den Hasseler Flohmarkt ins Leben gerufen, der sich bis heute jeweils im September einer großen Beliebtheit im weiten Umkreis erfreut. Als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins war Schwarz Begründer und Ausrichter der SPD-Weihnachtsmärkte, die über 50.000 DM Erlös für die „Hilf-mit-Aktion“ der SZ erbrachten. Seit Februar 1999 hat Schwarz den Schwerpunkt seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Leiter der Volkshochschule-Nebenstelle Hassel in die Erwachsenenbildung bis zu seinem Tod verlegt. In über einem Dutzend Organisationen und Vereinen war Jakob Schwarz bis zuletzt zahlendes Mitglied. In seiner Zeit als Ortsvorsteher hatte er das Amt des Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Hasseler Vereine inne.

Ihm ist es auch zu verdanken, dass 1990 der Heimatund Verkehrsverein Hassel reaktiviert wurde. Er leitete den Verein von 1990 bis 2002 als erster Vorsitzender und gehörte der Vorstandschaft bis zuletzt an. In diese Zeit fällt auch die Einrichtung der Hasseler Heimatstube 1997. Für seine Verdienste ernannte ihn der Verein im März 2002 zum Ehrenvorsitzenden. Für sein politisches Engagement erhielt er 2004 die „Freiherr-vomStein-Medaille“. Die Handwerkskammer zeichnete Schwarz 2010 mit dem Goldenen Meisterbrief aus. Auch auf künstlerischem Sektor hat sich Jakob Schwarz seit 1965 einen Namen gemacht. Siebzehn Ausstellungen in St. Ingbert, Saarbrücken, Mannheim oder anderen Städten zeigten überwiegend Werke aus Kupfer und Messing, die aus Industrieabfällen entstanden sind. Angeregt wurde er dabei durch das Erkennen der in den Abfallprodukten enthaltenen bildhaften Elemente sowie der verborgenen Ästhetik. Dies versuchte er sichtbar zu machen. Seine Kunst entwickelte er durch bewusste Materialgestaltung in Reliefs, Raum- und Bildplastiken weiter.