VHS-Vortrag über „Die Geschichte der Juden von 1788 bis 1946“ war sehr gut besucht

„Die Geschichte der Juden von Spiesen“ von Stephan Friedrich umfasste nicht nur den Ort Spiesen, sondern vor allem die verschiedenen Epochen der Geschichte im Saarland und westlich des Rheins. Schon im Mittelalter waren die Juden benachteiligt, sie waren keine Vollbürger. Durften sie doch bestimmte Berufe nicht ausüben, blieb ihnen nichts anderes übrig, als Kaufleute und Händler ihr Geld zu verdienen. Selbst da waren sie eingeschränkt und mussten dafür bezahlen, dass sie in diesen Berufen tätig sein durften. Ihr Bezirk, in dem sie verkaufen durften, wurde ebenfalls eingeschränkt, damit sie zu den anderen Händlern keine Konkurrenz waren.

In Spiesen selbst kann zu keiner Zeit von Feindseligkeiten den Juden gegenüber gesprochen werden, jedenfalls gibt es keine Dokumente darüber, auch nicht in der Nazizeit. Viele wanderten zu verschiedenen Zeiten aus, insbesondere zur Nazizeit, deshalb hat Stephan Friedrich in der ganzen Welt nach Dokumenten gesucht. Er hat darüber ein Buch veröffentlich, aber schon wieder so viel Material gesammelt, dass ein Neues ansteht. Auch konnte man erkennen, wie viel Arbeit eine Quellenrecherche mit sich bringt, vor allem, wenn man noch einen Hauptberuf hat.

Die Teilnehmer des Vortrags waren beeindruckt und zeigten großes Interesse.