Neujahrsempfang der CDU Hassel

Beim Neujahrsempfang des CDU-Ortsverbandes Hassel gaben der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende im saarländischen Landtag, MdL Günter Becker, und Ortsvorsteher Markus Hauck einen Rückblick auf das Jahr 2015 und einen Ausblick auf 2016. CDU-Ortsvorsitzender Dr. Michael Rinck begrüßte die Gäste, gab einen Einblick in die Arbeit der CDU vor Ort und moderierte kritisch reflektierend.

Günter Becker skizzierte Ereignisse aus 2015 aus der Sicht des Landes und erklärte, dass der saarländische Kompromissvorschlag im Bereich der Bund-Länder-Finanzaussgleichs angenommen worden sei. Der Landtagsabgeordnete ist Spezialist für Flüchtlingsfragen im Landtag. Er gab aktuelle Zahlen bekannt. In der Bevölkerung gäbe es Ängste. „Wir müssen offen diskutieren, nicht jeder, der Kritik übt, ist rechtsradikal“, so Günter Becker. Straffällige Asylbewerber sollten ihre Strafe im Heimatland verbüßen, wer hierbleiben wolle, müsse sich integrieren, vor allem die deutsche Sprache erlernen, die deutschen Gesetze achten, Gesellschaft und Kultur akzeptieren. Aber man sollte die Flüchtlinge oder Muslime nicht unter Generalverdacht stellen.

Ortsvorsteher Markus Hauck berichtete von den Ortsratssitzungen: Der Endstufenausbau des Baugebietes „Bei der Kirche“ sei abgeschlossen, die Tore am Feuerwehrgerätehaus seien eingebaut, es gäbe eine neue Hasseler Homepage „www.hassel.saarland“, die alte Schule in der Lindenstraße sei abgerissen, bald entstehe ein Neubau. Auch das Gelände „Jungfleisch“ sei erschlossen. Nach dem Tod von Jakob Schwarz sei die VHS-Nebenstelle Hassel mit Christa Strobel neu besetzt worden. In der Schulstraße werde man bald nicht mehr über holprigen Asphalt fahren müssen. Leider habe das Bürgerservicecenter mangels Interesse der Hasseler eingestellt werden müssen. Dauerthemen seien der Friedhof und die Verkehrssituation. Leider würden alle Versuche, in der St. Ingberter Straße eine Querungshilfe zu schaffen, von Landesamt für Straßenwesen abgelehnt. Die Parksituation in der Altenhofstraße habe sich durch das Halteverbot im Einmündungsbereich  verbessert, Probleme gäbe es noch beim Parken auf dem Bürgersteig in der Luisenstraße an der Kita. Man sei aber durch viele Gespräche mit Eltern und Anwohnern auf einem guten Weg.

Beschäftigt habe sich der Ortsrat außerdem mit der Barrierefreiheit öffentlicher Gebäude sowie dem Einbau einer Behinderten-Toilette in der Eisenberghalle. Offen sei noch der geplante Umbau im Bereich der Toiletten in der Eisenbergschule, die Begrünung der Schulstraße bis zum Marktplatz, die Fertigstellung des Bereiches der früheren Kneippanlage in der Altenhofstraße sowie Sanierungsarbeiten in der Alten Schulturnhalle. Hinsichtlich der Kitas konnte Markus Hauck vermelden, dass die Erweiterung der Kita Sonnenblume bald in Angriff genommen werde, bei der Kita Herz Jesu sei ein Neubau geplant. Dennoch reiche nach den bisher bekannten Zahlen die Kapazität in Hassel nicht aus, aber auch in St. Ingbert sei kein Platz frei. Damit werde sich der Ortsrat demnächst beschäftigen.

Neu geplant sei am Pfingstsamstag ein Biosphärenmarkt in Hassel, der zur ständigen Einrichtung werden könne, wenn er angenommen werde. Vorgesehen sei der Neubau des Umkleidetraktes im Sportheim für 2016. Hassel sei dank der früheren Ortsvorsteher Jakob Schwarz und Markus Derschang gut aufgestellt: eine gute Infrastruktur sei mit Sportplatz, Bolzplatz, Wildpark, zwei Neubaugebieten, Spielplätzen und Vielem mehr vorhanden. Auch das Thema Flüchtlinge sprach der Ortsvorsteher an. Vier Familien seien bisher in privaten Wohnungen in Hassel untergebracht. Ortsvorsteher und Hasseler Ratsmitglieder seien bereits vor Ort gewesen, die beiden Kirchen haben ihre Hilfe angeboten und bereiten ein Treffen vor. Die schulpflichtigen Kinder besuchten die Grundschule Hassel. Die Menschen seien integrationswillig. Seine Rede endete mit dem Dank an die Ortsratsmitglieder und Vereine, die sich sehr engagierten. Er mahnte aber auch die Teilnahme an Veranstaltungen wie der Feier am Volkstrauertag und dem Fastnachtsumzug an. Es wäre schade, wenn Traditionsveranstaltungen verlorengingen.

Im Anschluss daran wurden vom umweltpolitischen Sprecher der CDU im Stadtrat, Dr. Markus Monzel, die Gründe für den Austritt aus dem EVS erläutert.