Warum sollte man ein Testament machen?

Der Vortrag über das Thema “Fünf Argumente für ein Testament”, den Rechtsanwalt Andreas Abel für die Volkshochschule Hassel im Rathaus präsentiert hat, war sehr gut besucht. Dies zeigte einmal mehr, dass man sich gut informieren sollte. Denn nur so kann man wissen, wenn Handlungsbedarf besteht. Wie der Dozent zeigen konnte, reicht in vielen Fällen die gesetzliche Regelung bei einem Erbfall nicht aus.

Klar strukturiert und jeweils mit guten Beispielen versehen, verdeutlichte der Spezialist für Erbrecht, in welchen Fällen ein Testament festgelegt werden sollte, um Erbstreitigkeiten zu verhindern oder nach dem Tod eines geliebten Menschen unliebsame Überraschungen zu erleben: so beispielsweise bei der Erbrechtsregelung von kinderlosen Paaren, bei Vererbung an gemeinnützige Organisationen, zur Verhinderung einer Erbengemeinschaft oder bei Begünstigungen außerhalb der nächsten Verwandten. Einen Überblick über das geltende Recht im Bereich der Erbschaftssteuer, vor allem, wenn man den Lebensgefährten als Erbe vorsieht, ließ viele aufhorchen. Ferner wurde der Unterschied zwischen Vermächtnis und Erbschaft klargestellt. Die Themen Testamentsvollstrecker, Pflichtteil-Ergänzungsanspruch oder die Frage „Wie setze ich ein rechtlich einwandfreies Testament auf?“ zeigten einmal mehr, dass in unserer sich verändernden Gesellschaft bestimmte Konstellationen ein rechtlich klares Testament erfordern. Anwälte oder Notare können beraten oder Hilfestellung leisten.

Die Besucher konnten während des Vortrags allgemeine Fragen stellen und nach der Veranstaltung noch individuelle Beratung erfahren. Angesichts des komplexen Themas wurde davon reichlich Gebrauch gemacht.