Guter Besuch der Hasseler Höfetour

Im Rahmen der Höfetour der Biosphären VHS St. Ingbert, Nebenstelle Hassel, führte Natur- und Landschaftsführer Alois Ohsiek über drei Höfe, die alle auf Hasseler Bann liegen. Nach dem Passieren des Hainbuchenbrunnens, der früher als Viehtränke diente, war der Demeterhof auf dem Hochscheid die erste Station, wo Ohsiek die biologisch-dynamische Bewirtschaftung nach Rudolf Steiner erklärte.

Gemüseanbau steht hier im Vordergrund. Kühe, Schweine, Hühner und Bienenvölker sind ebenfalls auf dem Hof beheimatet. Der Bauer verkauft seine Produkte auch auf regionalen Wochenmärkten. Die nächste Station war die alte Schäferei, das vermutlich älteste Gebäude von Hassel, das erbaut wurde von der Familie Villeroy, als der Rittershof I und II noch zusammengehörten. Heute dient sie zum Unterstellen von landwirtschaftlichen Maschinen.

Sehr freundlich empfangen wurde die Gruppe von Franz-Josef Eberl vom Rittershof II, der sich trotz der anstehenden Frühjahrsarbeit die Zeit nahm, nicht nur seinen Hof zu zeigen, sondern auch die zahlreichen Fragen zur Arbeit auf einem Hof beantwortete, den er mit seinem Vater und einem Lehrling bewirtschaftet. Er baut u.a. für die Fütterung seiner Tiere Raps, Erbsen, Gerste an und Weizen für Brot, erzeugt größtenteils das gesamte Futter für seine Schweinezucht selbst. Die Herstellung erfolgt auf dem „Boden“ einer Scheune, davon konnten sich die Besucher selbst überzeugen, ebenso von der Sauberkeit des ausgezeichnet geführten Hofes, auch was die Tierhaltung anbelangt. Daneben versorgt er noch Rinder, weil man von der Schweinezucht allein nicht leben könne. Auch die Preise für Getreide seien im Keller, sein Vater habe vor vielen Jahren mehr Geld für Weizen bekommen als er heute. Da muss man schon sehr motiviert sein, wenn man dennoch die ganze schwere landwirtschaftliche Arbeit auf sich nimmt, denn reich werden kann man davon nicht. Dass Eberl dies gerne tut, hat man gemerkt an seinem Engagement. Es ist nur schade, dass er an so wenig  regionale Abnehmer verkaufen kann, wo doch gerade die regionale Vermarktung in der Biosphäre Bliesgau großgeschrieben werden sollte.

Als letzter Programmpunkt wurde der Rittershof I angesteuert, wo Alois Ohsiek dessen Geschichte erläuterte. Heute dient der Hof als Wohnsitz der Familie Schwamm, historische Hinweise auf den früheren Besitzer Felix Villeroy findet man noch als Steintafel. Früher wurden dort Bullen gezüchtet, heute sind dort Reitpferde beheimatet. Der Abschluss wurde an der Fischerhütte am Griesweiher (in Hassel: Mühleweiher) in gemütlicher Runde gemacht, wo der Dozent berichtete, dass dort früher eine Mühle mit Sägewerk gestanden habe. Die Teilnehmer waren sehr zufrieden, vor allem, weil sie viel erfahren hatten und ihre Fragen beantwortet werden konnten.