MdB Roland Theis in der Ratsapotheke Hassel

„Christian Schauer (CDU-Ortsrtatsmitglied Hassel) und Fabian Roschy (CDU-Landtagskandidat) hatten sich auf Bitten der Hasseler Apothekerin Ute Toussant bemüt, ein Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Roland Theis (CDU)  zu organisieren, um die Probleme der Apotheken im Hinblick auf die geplante Gesundheitsreform vorzutragen. Wie wichtig das den Apothekern ist, zeigt, dass Vertreter der Apothekenkammer des Saarlandes (Carsten Wohlfeil, Sabine Schlüter, Claudia Berger) bei diesem Gespräch in der Hasseler Ratsapotheke anwesend waren. Interessiert dabei waren auch etliche CDU-Stadtrats- und -Ortsratsmitglieder.

Ziel  sei es, das Apothekensterben im ländlichen Raum zu stoppen, gerade auch, weil die ärztliche Versorgug auf dem Land zurückgeht und es gleichzeitig immer mehr ältere Menschen zu versorgen gilt. Dargestellt wurde Folgendes: die Probleme bei der teuren Digitalisierung, die Online-Apothekenkonkurrenz, die keinen Notdienst und keine Beratung vornehmen, auch nicht auf die notwendige Kühleinrichtung achten müssen, und neuerdings die Konkurrenz durch die Drogerie-Märkte.

Die Vertreter der Apothekenkammer forderten strukturelle Veränderungen, beispielsweise mehr Kompetezen, um die ärztlichen Notdienste zu entlasten: „Wir können mehr“. In diesem Kontext verwies man auf das System in Frankreich, gleichzeitig aber auch, dass in Österreich der Online-Versandhandel nicht erlaubt sei, was ein EU-Land regeln könne . Es herrsche der Irrglaube, was den Apotheken alles zukommt. Sie haben aber auch viele kostenintensive Aufgaben: die Notdienste, die Beratung und sie müssen die teuren Medikamente vorfinanzieren sowie Kühlmöglichkeiten beim Transport vorhalten.  Es sei schwer, zu Geschäftszeiten Personal zu finden, das zudem nur 0,30 Euro mehr als den Mindestlohn verdiene. Schon viel zu lange warteten die Apotheker auf die Reform. Auch sie möchten die gesundheitliche Versorgung aufrechterhalten. Es müsse nicht noch mehr zu Apothekensterben kommen.

Roland Theis informierte: Konkret stehe an, dass die Paschale um 1,15 (von 8,35 auf 9.50) Euro erhöht werde; davon gingen aber auch 2,07 (vorher 1,77) Euro an die Krankenkassen. „Sie wissen, dass nicht die CDU allein entscheiden kann, Vieles ist immer ein Kompromiss. Es muss gespart werden, damit die Sozialversicheurng nicht um zwei Prozent erhöht werden muss.“

Roland Theis versicherte, er werde  das Anliegen der Apotheker der CDU-Gesundheitssprecherin Borchardt vortragen. Er ist überzeugt: „Apotheken leisten gerade im ländlichen Raum einen unverzichtbaren Beitrag zur gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung. Dies zu bewahren und den Apotheken im Land eine Perspektive zu geben, muss Ziel der Gesundheitspolitik der Bundesregierung sein. Ich bin für den offenen und konstruktiven Austausch in der Ratsapotheke in Hassel sehr dankbar.“