VHS: Hasseler Brinnchestour mit fast 30 Teilnehmern

Die erstmals als Stadtteilführung in Hassel von der VHS Nebenstelle Hassel durchgeführte Brinnchestour fand sehr großen Zuspruch. Knapp 30 Teilnehmer wanderten bei herrlichem Wetter vom Kahlebergbrinnche bis zur letzten Station der sechs „Brinncher“, zum Schopphübelbrinnche. 

Dozent Johann Betz erläuterte, dass das Kahlenbergbrinnche kein gefasster Brunnen sei, sondern es quelle aus dem Felsen, fließe bis zum Wanderweg und versickere dann im Sandboden. Anders war es beim Jungfern- oder Kuckucksbrinnche, das die Wander- und Naturfreunde in den siebziger Jahren gefasst haben. Zwar trage der Brunnen die Aufschrift „Kein Trinkwasser“, aber das sei zum Schutz der Verantwortlichen dort angebracht. „Früher“, so Johann Betz, „ wurde aus dem Brünnchen Wasser entnommen, vor allem bei Vereinsfesten und Waldfesten, die meist an diesen Brünnchen stattgefunden haben. Man habe „Erbsensuppe abgekocht“ und später Kaffee. Waldfeste waren oft an Brünnchen lokalisiert, so auch in der „Schlösschendell“, wo der Horstenbrunnen beheimatet ist. Letzterer wurde auch „Horschdebrunne“ genannt, nach Horst Wessel, jedoch ist der Familienname an dem Fels weggemeißelt. Man sieht hier gut, wie das Wasser aus dem Felsen tritt.

Die Namensgebung des Christkönigsbrinnchens ist nicht abschließend geklärt, wahrscheinlich stammt sie von dem Pfadfindern. Streng genommen ist es nur eine Quelle, die schwer zugänglich ist in abschüssigem Gelände. Auf dem Hochscheid wurde das fünfte Brinnche in Augenschein genommen, das Hainbuchebrinnche. Dieses ist ein „echter Brunnen“, um den Hainbuchen stehen und der früher als Viehtränke diente. Endstation war das Schopphübelbrünnche, das leider momentan nicht fließt. Der Verein der Natur- und Wanderfreunde bemüht sich, den Fehler zu suchen. Extra für die VHS-Wanderer hatte Hüttenwart Norbert Marzlin die Hütte geöffnet, um die durstigen Wanderer zu versorgen. Viele kannten die Hütte noch nicht und fanden sie idyllisch gelegen, zudem noch mit Spielplatz, der besonders von den mitgewanderten Kindern genutzt wurde.

Diesen hatte die Wanderung gut gefallen, „sie war richtig interessant und cool“, so Chiara. „Und ich habe bei der Wanderung viel gelernt“, betont Helena. Laura fand die Wanderung toll, “Mir haben die Anblicke der Brunnen und die Umgebung sehr gut gefallen“. Die Erwachsenen konnten dem nur beipflichten. „Es hat einfach alles gestimmt, die Wanderung und das Wetter“, so eine Teilnehmerin. „Das war eine gute Idee“.

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